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Die finnische Sauna – Geschichte, Aufbau und Besonderheiten

finnische Sauna

Die finnische Sauna bildet den Ursprung des gesunden Schwitzens, welcher bis heute in den verschiedensten Varianten ausgelebt wird. Der Brauch, in urigen Holzhütten zu entspannen, besteht seit mehr als 1000 Jahren und ist Teil des finnischen Lebensgefühls. Kein Wunder, dass die Dichte privater Saunen in Finnland seit jeher am höchsten ist.

Aufbau und Gestaltung einer finnischen Sauna

Die typische finnische Sauna präsentiert sich in der Regel als gemütliche kleine Holzhütte. Sowohl die Wände als auch die Bänke sind aus Holz gefertigt, welches nicht nur in optischer Hinsicht für ein wohliges Ambiente sorgt. So nimmt das Holz gleichermaßen Hitze als auch Feuchtigkeit auf und gibt sie gleichmäßig an die Saunakabine wieder ab. Selbst nach jahrelangem Bestand nimmt man beim Betreten immer wieder aufs Neue eine würzige Holznote wahr, die auf natürliche Weise mit den verschiedenen Aufguss Aromen verschmilzt. Erhitzt wird eine finnische Sauna zumeist durch einen Standofen, der die Temperatur durch den Zusatz spezieller Saunasteine auf einem konstant hohen Level hält.

Während Saunaprofis es sich meist auf den oberen Holzbänken gemütlich machen, kommen Einsteiger auf einer der unteren Bänke bei einer vergleichsweise gemäßigten Temperatur zum Schwitzen. Typischerweise herrschen in einer finnischen Sauna Temperaturen von 80 bis 115 Grad sowie eine vergleichsweise geringe Luftfeuchtigkeit von rund 10 bis 15 Prozent. Hinsichtlich der Beleuchtung ist die finnische Sauna natürlich gehalten und setzt auf einfache Lichtkonzepte. So fällt die Beleuchtung meist warm und dezent aus, um das urige und romantische Ambiente zu unterstreichen.

Die Beschaffenheit: Nordische Fichte, Hemlock Tanne und Espe

Besonders bewährt bei dem Bau einer finnischen Sauna hat sich das Holz der nordischen Fichte, auch Polarfichte genannt. Die entsprechende Holzart zeigt sich nicht nur sehr robust, sondern besticht auch durch einen besonderen Duft. Der massive Charakter ermöglicht nicht nur eine schnelle Fertigung der Saunahäuser, sondern gewährleistet auch eine lange Lebensdauer der Konstruktion. Auch Hemlock Tanne oder Espe finden an dieser Stelle immer wieder gerne Anwendung, da beide Holzarten sehr gut isolieren und die Wärme optimal im Inneren der Sauna halten. Durch eine zusätzliche Lackierung weist die Holzverkleidung zudem Feuchtigkeit ab und neigt kaum zu Rissen oder Verzug.

Schwitzen in der finnischen Sauna – Ein Plus für die Gesundheit

Für die Finnen ist das Saunieren nicht lediglich ein entspannendes Wellnesserlebnis, sondern macht vielmehr das ursprüngliche Lebensgefühl aus. Grund hierfür sind die vielfach gesundheitsfördernden Effekte. So werden durch die Hitze Giftstoffe und Säure ausgespült und damit Infekte nachhaltig abgewehrt. Blutgefäße als auch das Herz-Kreislauf-System werden trainiert, was vor allem durch den steten Wechsel an Hitze und Kälte bedingt ist. Weiterhin wird die Haut gereinigt, weswegen sich ein Besuch der finnischen Sauna vor allem auch für Menschen mit Hautkrankheiten eignet. Wer auf ganzer Linie von dem Saunieren profitieren möchte, der sollte die finnische Sauna daher regelmäßig besuchen.

Der richtige Ablauf in der finnischen Sauna

Damit man den Aufenthalt in der finnischen Sauna vollends genießen kann, gilt es einige Regeln zu beachten. Grundsätzlich wird in der finnischen Sauna textilfrei geschwitzt und man betritt die Kabine mit einem großzügigen Handtuch. Im Gegensatz zu den Saunen hierzulande, findet man in finnischen Saunen zumeist ein reges Treiben vor. Überhaupt ist die finnische Sauna ein Ort des steten Austausches, welcher auch gerne für geschäftliche Treffen genutzt wird. Durch die Nacktheit werden Hierarchen quasi aufgehoben, sodass eine Kommunikation auf Augenhöhe erfolgen kann.

Eine Einladung in die finnische Sauna ist daher als Indiz tiefen Vertrauens zu werten und sollte keinesfalls abgelehnt werden. Zudem ist es nicht ungewöhnlich, während der Gespräche in der Sauna Würstchen über dem Ofen zu garen. Doch auch wenn es in der finnischen Sauna sehr ausgelassen zugeht, ist es üblich, dass Männer und Frauen strikt getrennt saunieren. Grundsätzlich schwitzt man in der finnischen Sauna solange, wie man sich wohlfühlt und wendet sich anschließend der Ruhephase zu. Nach dem Saunieren duscht man wahlweise mit kaltem Wasser, macht einen Spaziergang an der frischen Luft oder wälzt sich im Schnee. Aufgüsse mit ätherischen Ölen findet man in typisch finnischen Saunen jedoch seltener vor. Auch wenn es empfohlen wird, es bei drei Saunagängen hintereinander zu belassen, wiederholen geübte Saunafans das Prozedere bis zu fünf mal hintereinander.

Besondere Aufgüsse in der finnischen Sauna – die Wirkung der Birkenzweige

Wie bereits erwähnt, sind die Aufgüsse in der finnischen Sauna eher natürlich gehalten, sodass auf ätherische Öle verzichtet wird. Besonders gerne werden Birkenzweige eingeweicht und der entstehende Sud dem Aufgusswasser beigemischt. Die Birkenzweige werden zudem dafür verwendet, die Durchblutung sanft mit kleinen Schlägen anzuregen. Durch die Blätter an den Birkenzweigen fallen die Schläge keinesfalls unangenehm aus und hinterlassen einen angenehmen Duft auf der Haut. Statt einer Schöpfkelle werden die Birkenzweige dazu verwendet, das Aufgusswasser über die heißen Steine zu kippen. Anders als in Deutschland obliegt es den Besuchern der Sauna, in beliebiger Frequenz einen Aufguss durchzuführen.

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